22.02.2022

Die Christen der Gemeinde von Guillaume im Nordwesten Haitis wurden in einer geplanten Terroraktion von den Voodoo-Dorfbewohnern und den ebenso dem Voodoo-Glauben angehörenden Dorfpolizisten aus ihrem Dorf vertrieben. Schon zuvor hatten diese Menschen wegen ihrer Konversion zum Christentum alle Erbrechte verloren und wurden von den Sozial- und Gesundheitsdiensten der Gemeinde ausgeschlossen.
Als schliesslich Kinder belästigt und ein Christ schwer gefoltert, verstümmelt und ermordet wurde, blieb den Christen nur noch die Flucht. Alle christlichen Familien verließen Hals über Kopf und nur zu Fuss unterwegs den Ort. Sie hatten ein Ziel: Die Baptisten-Gemeinde von Dolian am südwestlichsten Zipfel der Insel. Bei ihren Glaubensgeschwistern hofften sie Zuflucht und die Chance auf einen Neubeginn zu finden. Der Weg nach Dolian geht rund 340 Kilometer über die Berge. Ein wochenlanger beschwerlicher Exodus mit Alten, Kindern, Babys, Tieren und dem wenigen, noch verbliebenen Hausrat.

Die beiden Pastoren Ismael Francois (Port-à-Piment) und Butler Benoit (Dolian) engagieren sich nun für die Flüchtlingsfamilien. In Dolian, wo sich die Flüchtlinge angesiedelt haben gibt es kein Gesundheitszentrum, kein Strom, kein Trinkwasser und keine Schule. Die kleinen Kinder gehen zur Schule in Port-à-Piment, der nächsten größeren Ansiedlung, die rund zehn Kilometer entfernt liegt. Dazu müssen sie vor Sonnenaufgang aufstehen und sind zwei Stunden unterwegs. Der Weg ist auch deshalb besonders schwer, weil die meisten Kinder unterernährt sind. Und mit Hunger im Bauch lernt es sich schlecht. Die Baptistengemeinde in Dolian möchte nun ein kleines Schulhaus bauen, das sie auch als Kirche nutzen können.







































































































































